Die Life Sciences oder Lebenswissenschaften umfassen die Erforschung von Prozessen und Strukturen von lebenden Zellen. Diesen Begriff verbindet man heute vielfach mit anwendungs- und marktorientierter Forschungsweise auf dem Gebiet der Biomedizin. Gesundheit ist das höchste Gut eines Menschen. So verwundert es nicht, dass Life Sciences zu den Wirtschaftszweigen gehört, die sie sich zurzeit am schnellsten entwickeln. Die Lebenswissenschaften sind eine Leitindustrie des jungen Jahrhunderts.
Als eine der ersten Hochschulen Deutschlands hat die HTW in der Gesundheitsstadt Berlin diesem modernen Arbeitsfeld einen neuen Aspekt gegeben, indem es die Lebenswissenschaften mit den Ingenieurswissenschaften gleichberechtigt vereint.
Was ist Life Science Engineering ?
Life Science Engineering beschäftigt sich mit der technischen Nutzung und ingenieurwissenschaftlichen Realisierung der Erkenntnisse aus den Lebenswissenschaften. Erst wenn man verstanden hat, wie lebende Systeme funktionieren, kann man dieses Wissen technisch nutzen, um neue Produkte oder Verfahren für die pharmazeutische Industrie, Umwelttechnik, Lebensmittel- oder Kosmetikindustrie zu entwickeln. Umgekehrt ist ingenieurwissenschaftliches Know-how notwendig, um biologische Systeme in technische Prozesse zu integrieren und ein biotechnologisches Produkt, z.B. einen pharmazeutischen Wirkstoff in ausreichender Menge und Qualität herzustellen.
Wie sind die Berufschancen?
Die Life Science Industrie ist eine wachsende Zukunftsbranche, die den Absolventen hervorragende Berufschancen bietet. Das breite Arbeitsfeld eines Life Science Engineers beinhaltet zum Beispiel das Design oder Betreiben von Anlagen zur Herstellung biotechnologischer Produkte in der pharmazeutischen, chemischen oder Lebensmittelindustrie. Daneben findet man die Ingenieure u.a. in der Entwicklung neuer Medikamente in Forschungsinstituten. Das Bewerten von Gesundheits- und Umweltrisiken neuer Produkte und Fabriken in Behörden ist ebenfalls eine mögliches Arbeitsfeld.